Fallbeispiele
Alle Namen wurde aus Datenschutzgründen geändert.
Nach dem Tod ihres Mannes, mit dem die 86-jährige Frau P. über 50 Jahre lang glücklich verheiratet gewesen war, wollte sie von der Welt nichts mehr wissen und zog sich - wörtlich genommen - die Decke über den Kopf. Das Haus, der Garten, jede Melodie im Radio, Sendungen im Fernsehen, der Baum vor ihrem Fenster, alles erinnerte sie an ihren verstorbenen Mann. Schon die Frage des Nachbarn nach ihrem Befinden löste eine Tränenflut aus. Frau P.'s Tochter wollte nicht mehr länger zusehen und vereinbarte mit mir einen Termin, der eine Woche vor Allerheiligen stattfand.
Nach der ersten Sitzung ging es Fr. P. wesentlich besser. Sie stand wieder regelmäßig am Morgen auf und auch die Frage nach ihrem Befinden konnte sie bereits mit "Danke, es geht!" ohne Tränen beantworten.
Fall 4: Krebs & Wut
Frau K., 43 Jahre jung, hatte einen Freund, der sie immer wieder mit anderen Frauen betrog, was ihr natürlich großen Kummer bescherte. Nach längerer Zeit war es für sie zuviel und sie bekam Krebs. Der "Freund" verließ sie, weil er "das Elend nicht aushielt". Als Frau K. nach der Chemotherapie ihr Leben wieder neu geordnet hatte, begann in ihr eine Wut über ihren ehemaligen Gefährten hochzusteigen, die sich immer mehr steigerte. Dieses Gefühl erfüllte sie Tag und Nacht, sodass sie weder einer Beschäftigung nachgehen noch schlafen konnte. Sie drohte erneut zu erkranken.
Bereits unmittelbar nach der ersten Sitzung fühlte sie sich wie neugeboren und voll Kraft. Weitere Sitzungen waren nicht notwendig. Heute lebt Frau K. in einer neuen, glücklichen Beziehung und kann auch wieder arbeiten gehen. Der Krebs kam nicht mehr wieder.